Mehrtagestouren

TVE – „Mit’m Radl unterwegs“ 2017

Schon seit Jahren gehört das Münsterland zu Deutschlands Lieblingsradregionen und war darum erklärtes und im Jahr „3“ seit Beginn der mehrtägigen Radexcursionen drittes Ziel einer kleinen, nahezu gleich besetzten, radbegeisterten Abordnung des TVE. Als echter Glücksgriff erwies sich das Hotel Kemper in Havixbeck in welchem die Gruppe während des gesamten Aufenthaltes nächtigte und freundliche, familiäre münsterländische Gastfreundschaft mit viel Herz und kulinarischen Leckerbissen genießen konnte.

Das Münsterland zeichnet sich durch seine Kontraste aus. Das abwechslungsreiche Bild der typischen Parklandschaft ist geprägt von überwiegend flachen Gebieten mit Wiesen, Weiden, Flüssen und Feldern. Zahlreiche historische Städte, dörfliche Idyllen sowie stattliche Bauerngehöfte runden, gemeinsam mit der Stadt Münster mit ihrer interessanten und geschichtsträchtigen Altstadt, das Regionsprofil ab. Mitten in dieser herrlichen Landschaft liegen aber die wahren Schätze des Münsterlandes: mehr als 100 Schlösser, Burgen und Herrensitze mit imposanten Schlossgärten und Parkanlagen.

Kontrastreich war denn auch das Ausflugsprogramm. Ziel einer kleinen Auftakttour mit dem „Leeze“ auf den „Pättken“ (Fahrrad bzw. Radweg in münsterländer Mundart) bereits am Anreisetag war Schloss Hülshoff, Geburtsort der Autorin Annette von Droste-Hülshoff. Neben einem Abstecher in die  benachbarten Niederlande wo auf der Flamingoroute dann gegen Tourende tatsächlich Flamingos gesichtet wurden, einem Tagesausflug nach Münster, dem Flussduett auf dem Ems- sowie dem wunderschönen Werse-Radweg führte der letzte Tag auf einem Teilstück der 100-Schlösserroute zur Wasserburg Vischering in Lüdinghausen und zum Schloss Nordkirchen, dem westfälischen Versailles.

Nach einer spannenden Zeitreise auf architektonisch und landschaftlich einmaligen Radrouten kehrte die Reisegruppe dann begeistert und um viele interessante Eindrücke bereichert im Reisegespann, bestehend aus VW-Bus und Fahrradanhänger, gesund und ohne Zwischenfälle, nicht zuletzt dank der Fahrkünste von Walter und Wolle, in die Heimat zurück.

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Vielen Dank an Jürgen Acker für diesen Bericht und für die Organisation und Leitung unserer Radtour!

 

TVE erneut „mit’m Radel unterwegs“ 2016

Der Elberadweg, einer der beliebtesten Radwege Deutschlands, war das Ziel der zweiten mehr-tägigen Ausfahrt einer kleinen TVE-Radelgruppe. Die Anreise stand zunächst unter keinem guten Stern, war doch die komfortable direkte ICE-Verbindung „NW – Dresden“ der schlechten Witterung zum Opfer und somit ausgefallen. „Elbflorenz“ konnte somit nur über Umwege und mit mehr-stündiger Verspätung erreicht werden. Aber schließlich angekommen schien auch schon wieder kräftig die Sonne und das gute Wetter hielt dann trotz wenig guter Vorhersagen über die gesamte Woche an. Zur Einstimmung führte die abendliche Runde entlang der Elbe mit Blick auf die prächtige Kulisse Dresdens und seiner wiederhergestellten prunkvollen Baudenkmäler.

Am zweiten Tag begann die eigentliche Radtour im herrlich gelegenen Bad Schandau in der sächsischen Schweiz. Vorbei an der imposanten Festung Königstein und den grauen Felsen der Bastei führte der Weg dann durch die wunderschönen Elbauen, die Städte Wehlen und Pirna sowie am Schloß Pillnitz und dem „Blauen Wunder“ vorbei zurück nach Dresden.

Gleich nach Dresden beginnt das kleinste und nordöstlichste Weinanbaugebiet mit seiner sanften Hügellandschaft. Klar, dass sich Pfälzer hier wohl und heimisch fühlen. Nach Radebeul grüßt in der Ferne dann schon bald das Wahrzeichen von Meißen, der Burgberg mit Dom und Albrechtsburg. Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung ging es am frühen Nachmittag weiter. Etappenziel war schließlich die Sport und Nudelstadt Riesa.

Am Tag 3, in Mühlberg kam es zur ersten von zwei Reifenpannen, welche in Teamleistung jedoch bravourös gemeistert wurden. Der Weg führte über Belgern, den Ort mit der deutschlandweit größten Rolandsstatue nach Torgau. Am Abend durfte die Gruppe eine kabarettreife Stadtführung durch eine der schönsten Renaissancestädte Deutschlands geniessen.

Endziel der etwa 260 Km-langen Tour war schließlich die Lutherstadt Wittenberg. Vorab wurde letztmals mit Hilfe einer der vielen Gierfähren, am Seil hängende motorlose Fähren, das Elbufer gewechselt. Trotz massivem Gegenwind aber dank der stetigen Stärkung mit „Gaffee und Guchen“, meistens Eierschecke, wurde an diesem Tag Spitzengeschwindigkeit gefahren. Auf den Spuren Martin Luthers wandelte die Gruppe dann am Abend durch die Stadt und konnte abschließend noch einmal die sächsische Küche geniessen. Am Folgetag gegen Mittag ging es per Bahn wieder zurück in die Heimat.

Für das kommende Jahr ist eine weitere Ausfahrt geplant. Mögliches Ziel, das Münsterland!

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an dieser Stelle an Jürgen Acker, der die Tour wieder perfekt organisiert hat (incl. Wetter) und von dem auch dieser Text und die Bilder kommen!

Radeln 2016 1. Juni (3)Radeln 2016 31. Mai (6)Radeln 2016 Wittenberg, 3. Juni (5)

TVE „mit’m Radel unterwegs“ 2015

Am vergangenen Montag machten sich sieben abenteuerlustige Vereinsmitglieder auf den Weg, um  in 4 Tagen die Strecke Saverne im Elsass bis nach Trier abzustrampeln. Bei fast idealem Radelwetter ging es zunächst am Rhein-Marne-Kanal entlang bis zu den lothringschen Weihern. Nach einer abenteuerlichen Brückenüberquerung war Mittersheim das erste Ziel der Mühe. Ein exquisites Drei-Gänge-Menü entlohnte für die Strapazen der ersten 78 Km-Etappe. Am zweiten Tag führte der Weg entlang des Canal des Houllières und schließlich der Saar, vorbei an romantischen Schleusen und verträumten Naturlandschaften über Sarreguemines bis nach Saarbrücken. „Hauptsach gut gess“ hieß es denn am Abend und bei saarländischen Spezialitäten ließ die Gruppe den Tag ausklingen.

Das Highlight des dritten Tages war ohne Zweifel die 1986 stillgelegte Völklinger Hütte. Bei einer Führung wurden die Teilnehmer in die Eisen- und Stahlwelt vergangener Tage entführt und konnten die imposante Architektur des UNESCO Weltkulturerbes bestaunen. Über Saarlouis führte der Weg weiter bis nach Merzig, dem dritten Etappenziel. Am letzten Tourtag wurde die Saarschleife bei Mettlach passiert und die mittelalterlich geprägte wunderschönen Stadt Saarburg war ein weiterer Höhepunkt der Radtour. Weiter ging es über Konz, wo die Saar in die Mosel mündet, und schließlich bis nach Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Nach einer Stadtführung wartete dann auch schon  „Chauffeur“ Werner Mittag (lieber Werner, herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle für deine Mühe) um die Radelgruppe wieder abzuholen.

Insgesamt wurden in einer reinen Fahrzeit von etwa 18 Stunden ca. 240 Km bewältigt. Aufgrund der vielen Eindrücke und Erlebnisse und der stets guten Stimmung, trotz gelegentlichem Gegenwind, war man sich schnell einig, dass auch im nächsten Jahr wieder eine Tour angeboten werden soll. Ziel und Zeitpunkt werden rechtzeitig auf diesem Wege veröffentlicht.

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